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Sonntag, 15. September 2019

Reise an die südwestfranzösische Atlantikküste, Tag 9, Abreise von Arcachon, Département Indre et Loire 6



Wir haben Henri gestern Abend schon vorbereitet und für die Abreise alles Nötige veranlasst. Ähm... um auch dieses Thema mal anzusprechen: Vidange, sprich Entleerung, ist auf dem Platz einfach anfahrbar und leicht zur regeln. So können wir morgens mit geleerten Tanks bzw. mit einem gut gefüllten Wassertank, den man auf unserem Stellplatz füllen konnte) losfahren.  

Die Barrieren unseres Platzes öffnen ab 8 Uhr. Eine gute Regelung, wie ich finde, um die Ruhe der anderen nicht zu stören: von abends 22:30 Uhr bis morgens 8 Uhr sind die Ein- und Ausfahrt nicht möglich. So herrscht auf dem Platz eine herrliche Ruhe. 

Ganz so früh schaffen wir es nun doch nicht, aber um Punkt 8:30 Uhr geht los Richtung Heimat (haben wir zumindest so geplant, aber wartet mal ab, wir sind halt immer für eine Überraschung gut ...).

Wir fahren zunächst Richtung Bordeaux, dann weiter Richtung Tours. Heute legen wir lediglich 365 km zurück und kommen gegen 13:30 Uhr auf unserem heutigen France Passion Stellplatz an. 

Chambres et Gîtes les quatre saisons avec table d'hôtes, Antogny le Tillac, lieudit La croix rouge. Ein Aufenthalt hier eignet sich auch, wenn man die Loireschlösser besuchen möchte (ca. 30 min. entfernt). Oder halt auch auf dem Weg an die Atlantikküste bzw. für die Heimreise, so wie wir jetzt.





Madame Martin vermietet in ihrem Anwesen schöne Gästezimmer und Gîtes, dazu gibt es ganzjährig die Möglichkeit, das private Schwimmbad zu besuchen. Schaut einfach mal die Homepage an, dort gibt es aussagefähige Fotos.



Das sind unsere beiden herzlichen Gastgeber:



Und das ganz besondere: Auf Voranmeldung wird man hier auch abends aufs vortrefflichste bekocht. Man darf mit den Gastgebern gemeinsam am grossen Tisch in der Mitte des Raumes Platz nehmen und wird mit Gerichten aus dem eigenen Garten bzw. auch mit Produkten aus unmittelbarer Nähe verwöhnt. Dazu Weine aus der Region von Winzern, die biologisch arbeiten.

So geht Gastfreundschaft!

Wir kommen gerne wieder.









Sonntag, 8. September 2019

Anreise Etappe 2 nach Arcachon


Heute kommen wir bei unserem zweiten Etappenziel unserer Reise an die Atlantikküste an, wieder bei France Passion entdeckt, die Moulin de Lachaud.


Le Domaine du Moulin de Lachaud
Moulin de Lachaud
19490 SAINTE-FORTUNADE
Tél. 05 44 40 66 19 // Port. 06 87 26 65 14
Coordonnées GPS :
Latitude : 45° 11′ 47″ N – Longitude : 1° 44′ 8″ E

Accès par A20 et A89,

Die Anfahrt ist einfach,doch teilweise steil, teilweise etwas eng, aber auch für grosse Liner gut machbar.

Dafür war die Etappe dorthin mit ein paar "kleinen" Schwierigkeiten behaftet: Wie wir bei unserem gestrigen Etappenziel feststellten, waren unsere elektrischen Fensterheber defekt und wir dachten uns noch, dass dies nicht weiter schlimm sei. Spätestens bei unserem ersten Halt an der Mautstelle wurden wir eines besseren belehrt ;-)
"Hilfe, wo ist die gute alte Kurbel?" Also, Gerhard hielt vor jeder Mautstelle, ich liess die Treppe herunter, stieg aus, sauste nach vorne, zog je nach Anforderung ein Ticket oder zahlte unsere péage, dann sauste ich durch die sich nun öffnende Schranke und Gerhard und Henri fuhren durch. Hinter der Schranke hielt er wieder an und ich durfte einsteigen. Ich fürchte, alle hinter uns fahrenden Fahrzeuge war nicht begeistert über diese Aktion....

Sainte Fortunade liegt im Département Corrèze in der Region Nouvelle Aquitaine. Nicht weit davon entfernt liegt das hübsche kleine Städtchen Tulle.
Uns erwarten wunderbare Ruhe, ein grosser, ebener Stellplatz mit Strom (Wasserversorgung gibt es extra am Haus)

und herzliche zuvorkommende Gastgeber. Das Restaurant ist das ganze Jahr über geöffnet, allerdings sollte man vorab reservieren. Die Küche ist einfach ländlich und gut, das Brot ist selbstgebacken und in Bio-Qualität.




Es wird Wert auf eine bodenständige Küche gelegt, in der alles selbst und frisch gekocht ist. Herrliche Bratkartoffeln zu einem Kalbssteak mit Steinpilzen, ein guter Wein und wir sinken zufrieden in unsere Betten. 

Ich bin ein wenig aufgeregt, denn morgen soll es endlich ans Meer gehen.





Samstag, 7. September 2019

Start unserer Reise an die südwestfranzösische Atlantikküste 1. Etappe Anreise


Neben den vielen kürzeren Touren, die wir in der Saison zwischen 1. April und 31. Oktober unternehmen (im Winter fahren wir nicht!), sind auch zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer etwas grössere Touren geplant. 

Um 8:00 h geht es los! Unser Reiseziel ist Arcachon an der südwest-französischen Atlantikküste, ca. 1 Stunde von Bordeaux entfernt.

Wie immer nehmen wir uns genügend Zeit für An- und Abreise und jede Etappe sollte nicht länger als 450 km sein. Die heutige Etappe ist ein klitzekleines bisschen länger, nämlich 475 km, die wir mit kleineren Pausen in ca. 6 Stunden bewältigen. 

1. Etappe:

Der Morvan ist ein Granitmassiv in der Region Burgund im östlichen Frankreich. In dieser Region haben uns Freunde einen guten Stellplatz sowie das dazugehörige Restaurant empfohlen.

Wir kommen am frühen Nachmittag bei der France Passion Etappe Auberge de l'Atre in Quarré les Tombes an und werden bei strömendem Regen vom mit Regenschirm heran eilenden Patron Francis empfangen. Diese überwältigende Herzlichkeit und Gastfreundschaft hat uns sehr beeindruckt. 



Er weist uns einen sehr schönen geschützten Platz nicht weit vom Eingang zur Auberge zu. Auf nette Anfrage gibt es auch Strom, was wir gerne nutzen.



Da es noch zu früh für das Abendessen ist, serviert er uns erstmal Mandel-Tuiles mit Crémant de Bourgogne und einen Blick auf Speise- und Weinkarte dürfen wir auch schon werfen. 




Wobei dies eigentlich nicht nur eine Weinkarte, sondern eher eine Weinbibel ist, die Francis in über 30 Jahren zusammen getragen hat.



Später zum Abendessen werden wir dann verwöhnt mit Köstlichkeiten aus der regionalen Küche, bei der sich seine Leidenschaft für Waldpilze zeigt.


Flan und Schwänze vom Flusskrebs, Sauce mit Corail




Scheiben von Kalbsnieren mit Waldpilzen, diesmal Steinpilzen, Totentrompeten und Champignons

bzw. für mich 



Seezungenfilet mit Petersilienpüree

Nach der langen Anreise gehen wir früh schlafen, haben uns allerdings für nächsten Morgen zum Frühstück angemeldet.

Herrlich! Francis in Pyjama und Bademantel (auf ein Foto habe ich aus Gründen der Diskretion verzichtet) serviert uns mit Unterstützung seiner (perfekt gekleideten) Ehefrau ein einfaches ländliches französisches Frühstück.



Wir verabschieden uns von Francis und Odile und starten in unsere weitere Tages-Etappe bei zunächst ziemlich nebligem Wetter. Bei der Abreise stellen wir fest, dass sich unsere elektrischen Fensteröffner nicht mehr betätigen lassen. "Ach, nicht so schlimm denken wir uns, die brauchen wir ohnehin nicht so oft" Das war ein ziemlicher Irrtum, wie sich später herausstellen wird.... 



Gerne hätten wir noch das in der Nähe gelegene Vézelay besucht, um uns die Basilika Sainte-Marie-Madeleine anzuschauen, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen, doch das miserable Wetter hielt uns davon ab und wir nehmen uns einen Besuch dort für unseren nächsten Burgund-Aufenthalt vor.


Quelle: France Voyage

Unsere Freunde waren bei besserem Wetter vor uns dort, danke für die gelungenen Fotos:




Quelle: Andrea und Michael













Sonntag, 14. Juli 2019

Domaine Anstotz, Balbronn

Domaine Christine und Marc Anstotz, 11 Rue des Hirondelles, Balbronn
Tel. 03 88 50 30 55

(leichte Einfahrt - auch für grosse Liner, auf nette Anfrage gibt es Wasser und evtl. auch Strom)



Heute geht es zu einem kurzen Wochenendausflug nach Balbronn. Wir brauchen Crémant und Weisswein und dazu haben wir uns die Domaine von Christine und Marc Anstotz ausgesucht, die ausschliesslich biologisch produzieren und nach Agriculture Biologique  (AB) zertifiziert sind. Ich kenne und liebe den Crémant der Familie schon länger und als ich diese Adresse nun bei France Passion entdeckt habe, fällt die Entscheidung prompt und so machen wir uns nach einem kurzen Telefonat am Vortag auf in die schöne Region in der Nähe von Molsheim. 

Schon die Anreise dorthin ist ein Genuss fürs Auge und wir erfreuen uns an der wunderschönen Landschaft des Bas Rhin.























So nahe haben wir Störche schon lange nicht mehr gesehen

































Und auch so viele Störche wie an diesem Wochenende sind uns schon lange nicht mehr begegnet. Die Störche, die lange Jahre vom Aussterben bedroht waren, haben sich das Elsass zurückerobert. Einen interessanten Artikel, dass diese Rückkehr nicht nur positiv gesehen wird, gibt es hier  zu lesen (klick).


Ab Wissembourg dauert die Fahrt gemütliche 1 1/2 Stunden, wir fahren überwiegend Landstrasse und kommen dann ganz entspannt bei Familie Anstotz an. Die Einfahrt zum Hof ist völlig unproblematisch und genügend Platz zum Wenden ist auch - seht hier:



Kleinere Wohnmobile dürfen auch gegenüber der Domaine ganz romantisch in den Weinbergen, die der Familie gehören, stehen. 

Madame Anstotz empfiehlt uns in Westhofen im Nachbarort ein einfaches, aber ausgezeichnetes Restaurant zum Mittagessen Sehr liebenswürdig von Monsieur Anstotz: Er fährt uns dorthin und holt uns dort auch wieder ab. Das sind einfach nette Gesten, die Freude machen! Merci encore une fois!

Et voilà, hier ist das Restaurant:






RESTAURANT SILVERGLOECKEL
23 Rue Birris, 67310 Westhoffen
Tél. : 03 88 50 54 52, von Donnerstag bis Sonntag mittags und abends geöffnet
Wir hatten als Entrée für Monsieur:

Strasbourger Wurst-Käsesalat



und für mich: Schnecken in wunderbarer Kräuterbutter



Zum Hauptgang geniesst Gerhard ein perfekt gebratenes Kalbsschnitzel auf Jägerart


und ich:

Winzer’ Brad’l                                                                               

Planchette de spécialités charcutières, fumées et fromages, Pickels Maison
Wobei die Qualität der Wurstwaren herausragend war, hier wird noch selbst geräuchert und das schmeckt man. Auch die Mixed Pickles sind selbstgemacht.

Abends sind wir dann der Einladung von Marc Anstotz gefolgt und haben auf dem Vorplatz des Gemeindehauses mit den Balbronnern den Vorabend des 14. Juli gefeiert. Natürlich mit Weinen von den Winzern der Region, Bratwurst und Merguez (warum müssen die immer so qualmen beim Grillen?).
Es war eine sehr schöne Kurzreise, die wir, sobald unsere reichlich eingekauften Weinvorräte ausgetrunken sind, wiederholen werden.












Freitag, 14. September 2018

Reise Bretagne, Loiretal, Atlantikküste, Rückreise: Tag 9 , Vogesen

Da ich dieses Mal so widerwillig wie schon lange nicht mehr Richtung Heimat fuhr (und wir ja eigentlich auch noch bis Sonntag ein paar Tage Zeit gehabt hätten ... aber ihr wisst ja: der Chauffeur.... musste ich mir ein ganz schönes Etappenziel für die Rückreise aussuchen - und das war ganz nach meinem/seinem/UNSEREM Geschmack:

Und ja, ich wurde wieder bei https://www.france-passion.com/de/ fündig!




Das Couvent des Cordeliers ist heute das besterhaltene Franziskanerkloster im Nordosten Frankreichs. Es befindet sich in Privatbesitz und beherbergt ein vogesisches Spezialitätenrestaurant sowie ein Museum. Zu besichtigen sind die Kapelle, eine wieder hergerichtete Mönchszelle, ein auf Befehl von König Ludwig XV.gebautes Gefängnis, der Kreuzgang, der Brunnen Saint-François sowie das Refektorium. Es finden sowohl Dauerausstellungen (Objekte des klösterlichen Lebens, Kleidung, alte Maschinen und Werkzeuge, Tafelbilder die das Leben der Klosterbrüder schildern) als auch Wechselausstellungen von lokalen Künstlern statt.
Quelle: Wikipedia!

Wie ihr uns kennt, haben wir uns auf die kulinarischen Elemente konzentriert, und diese haben uns begeistert. Erstmal waren wir erfreut zu hören, dass es warme Küche rund um die Uhr gibt und wir nicht bis zum Abend warten mussten - wir kamen um ca. 14 Uhr an... Unser Stellplatz einfach anzufahren, grossräumig, grosszügig, luxuriös, mit Strom, genügend Ausweichplätze vor der Einfahrt vorhanden, da sollte man einfach fragen (hier parken normalerweise Busse - auch davon bitte nicht abschrecken lassen!!!, sie sind nachmittags wieder weg und selbst Bus-Insassen wollen auch mal gut speisen ohne Massentourismus ;-) ) 😅😏




Normalerweise werde ich hellhörig, wenn ich lese: Küche rund um die Uhr - das liest sich für mich nach minderwertiger - Ausflugs-Lokal-Küche- ist aber in diesem Falle nicht so!!! Hausgemacht, biologisch, aus dem eigenen Garten - besser geht es nicht

Wir starten mit hausgemachten Burgunderschnecken - ein Gedicht!



und einem "salade vosgienne", der mit einer sehr warmen Vinaigrette serviert wurde - interessant!



anschliessend gibt es für Monsieur den hier berühmten Schinken: zwei bis drei Scheiben Räucherschinken, auf die 3 Zinken einer Mistgabel (ich bin sicher, sie wurde ausschliesslich zum Grillen verwendet!!!)




Dann folgt eine wichtige Empfehlung: Die Scheiben müssen auf den dazu servierten Brotscheiben zum Abtropfen angerichtet werden. Monsieur hört ausnahmsweise mal auf das, was ihm empfohlen wird.....



Danach muss er unbedingt noch die hausgemachte Tarte aux myrtilles - Heidelbeertarte - probieren und ist, nach Espresso und Digestif - vollends beglückt.

Die Rückreise treten wir dann morgen über die Vogesen, Géradmer, Col de la Schlucht an...




Da möchten wir wieder hin! Deshalb folgt  hoffentlich bald ein gesonderter Bericht, bis dahin ein weiteres Foto:



Hier geht es wieder weiter mit unserer Saison-Abschluss-Tour Ende Oktober!
Bis dahin: Bon Voyage! Beaucoup de Plaisir!

Donnerstag, 13. September 2018

Reise Bretagne, Loiretal, Atlantikküste, Rückreise: Tag 8

Es war wunderschön - ich wäre gerne noch ein-zwei Tage geblieben, doch der Chauffeur ist (zumindest in diesem Punkt) der Chef und so tröste ich mich mit der Aussicht auf wunderbaren Wein und eine herrliche Region im Loiretal für die Rückreise.




Mal wieder bin ich bei France Passion fündig geworden und das war wirklich eine Trouvaille: Ein Winzer, ein Gastgeber, eine Familie und natürlich auch ein Wein ganz nach meinem Geschmack und biozertifiziert sind die Weine der Familie Fleuriet auch noch.

Zunächst einmal sämtliche Kontaktdaten der Familie, denn man kann auch telefonisch bestellen und versendet wird (naja -fast- ) überallhin:

Also, Bernards Handy-Nr.: 00 33 6 80 93 55 44
und seine Söhne: Mathieu: 00 33 6 85 12 57 97
                          Benoît:   00 33 6 76 95 07 58

Und das Wichtigste: Natürlich könnt ihr das Weingut wunderbar auch mit einem grossen Liner anfahren, es ist genügend Platz, auch Stromanschluss ist vorhanden (Wasser habe ich vergessen zu fragen).

Adresse:
Domaine Bernard Fleuriet & Fils
La Vauvise - Menetou-Râtel
18300 Sancerre

Bei der Anfahrt könnt ihr die Domaine von Bernard ohnehin nicht verpassen, denn die Strasse gehört sowieso zum grössten Teil ihm und seinen Söhnen und man ist gerade dabei, einige Gîtes zu bauen...




So, nun aber zum Wein: Grandios, kann ich euch nur sagen! Unbedingt mit Bernard eine kleine Weinprobe machen und ein paar! (öähm...) Flaschen mitnehmen. Wir waren so begeistert, dass wir die Ladekapazität von Henri ziemlich ausgeschöpft haben - mehr ging nicht mehr!




Befragt nach einem Restaurant für den Abend gab sich Bernard alle Mühe - Favorit Nr. 1 war geschlossen, Favorit Nr. 2 war ausnahmeweise geschlossen, kein Problem für Bernard, dann fährt er uns halt zu seinem Bruder, der hat schliesslich auch ein Hotel-Restaurant. Wir wurden wunderbar verwöhnt und anschliessend von Bernard wieder abgeholt und zu unserem Henri chauffiert - hach, es war einfach nur schön und ich MUSS da wieder hin!





Samstag, 8. September 2018

Reise Champagne, Loiretal - Atlantikküste Tag 2 und 3 (noch Anreise und schon Ankunft)

Reise Champagne, Loiretal - Atlantikküste Tag 2 und 3 (noch Anreise)

So wie uns gestern Abend die Tauben sanft in den Schlaf gegurrt haben, werden wir heute morgen beim Aufwachen wieder durch sanftes Gurren begrüsst.

Heute soll es zunächst einmal zu unseren Freunden ins ca. 50 km entfernte Celle-sur-Ource gehen, weil wir dringend unsere Champagnervorräte aufstocken müssen. 

Anschliessend fahren wir Richtung Loiretal und übernachten bei einem Winzer in Onzain in der Tourraine, den wir durch France Passion gefunden haben. 

Dort verkosten wir die Spezialitäten, die wir am Vortag bei Familie Lefebvre einkauft haben und backen uns noch ein Stück Baguette, dass uns Madame auf den Weg gegeben hatte, knusprig auf.





Abends beschliessen wir dann eine kleine Planänderung: Ursprünglich wollten wir von dort über Nantes Richtung Meer und evtl. in die Nähe von Saint Nazaire fahren, das sind noch ca. 325 km, bis nach Bordeaux wäre es gerade mal etwas über 150 km mehr und dort waren wir beide noch nicht, das wäre doch auch eine Idee - also, auf nach Bordeaux!

Nachdem wir schon ein ganzes Stück südwärts auf der Autobahn getuckert sind, sprechen wir über die Route für unsere Rückreise - wir wären gerne am Genfer See über die Schweiz nach Hause, doch dann fällt uns ein, dass wir für Henri bei Einreise in die Schweiz keine Vignette benötigen, sondern für Fahrzeuge über 3,5 t ist eine Schwerverkehrsabgabe zu entrichten am Schweizer Zollübergang. Doch leider wurde unsere Zulassung bei der Inspektion kurz vor Reiseantritt in der Werkstatt vergessen und ohne Zulassung durch die Schweiz zu fahren, erschien uns nicht ratsam.

Da kommt uns doch gerade ein Autobahnhinweisschild als Wink des Schicksalls entgegen. Nantes!!! Also, schon wieder Planänderung: Wir biegen beim nächsten Autobahnhinweis-Schild Richtung Nantes ab und fahren nun ohne Umwege und Planänderungen Richtung Meer. Den kleinen Umweg in südliche Richtung vergessen wir mal wieder schnell. 

Wir landen in Saint-Brévin-les-Pins, ein wunderbarer Ort, ganz so, wie wir es uns vorgestellt haben. Ruhig, beschaulich und ein Ort mit Charme, genau wie für uns gemacht! Nachdem uns ein Platz von France Passion nicht zugesagt hat, Näheres werde ich hier nicht ausführen und diesen Stellplatz auch nicht empfehlen,haben wir uns ganz entgegen unserer sonstigen Vorlieben für einen Campingplatz entschieden, doch der hat es in sich und ich kann ihn nur wärmstens empfehlen: https://www.camping-le-fief.com/campingplatz/
Ein Platz, der nur ca. 800 m vom Strand entfernt liegt und sämtlichen Komfort bietet inklusive wirklich grosszügiger Plätze, die sich wunderbar einfach anfahren lassen. Ein sympathisches, hilfsbereites Team: allen voran Michel von der Geschäftsleitung und Camille von der Rezeption waren freundlich, herzlich und hilfsbereit. Wir haben von Camille verschiedene freie Platznummern genannt bekommen, unter denen suchen wir uns Platz Nr. 321 aus, den wir auch immer wieder buchen würden.

 Ich habe mir für heute Abend Essen am Strand mit den Füssen im Wasser -avec les pieds dans l'eau - gewünscht, Camille empfiehlt Saint Nazaire  und organisiert auch gleich ein Taxi für uns. 

Hier ein paar Impressionen von Saint Nazaire:







Dorthin lassen wir uns dann auch am Abend von Jean-Francois, unserem sympathischen Taxi-Fahrer bringen. Wir essen in einer einfachen Crêperie mit Blick aufs Meer Galettes mit Schinken Ei und Käse, trinken Cidre und fühlen uns angekommen.







Donnerstag, 6. September 2018

Reise Champagne - Loire-Tal, Atlantikküste Tag 1 Anreise

Heute ist der erste Tag unserer Reise, die bei unseren Freunden in der Champagne starten sollte, dann durchs Loire-Tal und evtl. bis zur Atlantik-Küste war geplant.

Unsere Freunde in der Champagne sind immer noch bei der Weinlese - wesentlich länger als geplant und ein kleiner Familienbetrieb gerät da schnell an seine Grenzen. Wir beschliessen eine kleine Programmänderung und starten zwar auch in der Champagne, doch nicht bei einem Winzer, sondern auf einem Geflügelhof, den ich bei France Passion entdeckt habe. Morgen früh wollen wir dann kurz bei unseren Freunden vorbeifahren, ein wenig Champagner mitnehmen und weiter ins Loire-Tal fahren.

Doch zunächst einmal sind wir bei Familie Lefebvre in Onjon.

Beide sind von einer beeindruckenden und überwältigenden Herzlichkeit und Aufmerksamkeit. Schon bei der Ankunft kommt uns Monsieur Lefebvre entgegen, zeigt uns unseren Stellplatz und kommt auch schon gleich mit dem vorher angefragten Kabel für Strom an.




Ebenso von uns vorbestellt ist, wie auf der Homepage von France Passion angekündigt, ein gegrilltes Hähnchen - natürlich vom hofeigenen Geflügel. Doch zuvor gehen wir in dem kleinen Hofladen einkaufen, da gibt es viele Köstlichkeiten aus eigener Produktion, unser absoluter Favorit ist eine luftgetrocknete Taubenwurst auf Salami-Art - sehr schön würzig, da muss etwas mit nach Hause - genauso wie ein Glas vom Tauben-Rillette. Hier schon mal ein Eindruck unserer "Versucherle"




Am Abend wird dann das von Madame Lefebvre zubereitete köstliche Brathuhn zu unserem Wohnmobil gebracht, Service auf höchstem Niveau. Natürlich ist das Federvieh viel zu gross, in den nächsten Tagen wird es Geflügelsalat - und - Ragout geben.

Zwischendurch bringt man uns noch ein paar frisch gepflückte Kirsch- und Birnentomaten vorbei mit dem Versprechen, dass nachher noch etwas vom selbstgebackenen Apfelkuchen vorbeikommt, doch der muss erst abkühlen (wer Gerhard kennt, weiss nun, dass er spätestens zu diesem Zeitpunkt restlos begeistert ist! Als er dann den lauwarmen Kuchen essen darf, ist es vollends um ihn geschehen!)

Wir haben eine unglaubliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft erlebt und kommen sicherlich gerne zurück! 
Un grand grand MERCI à vous, Madame et Monsieur Lefebvre. On revient!




Sonntag, 7. Mai 2017

Normandie, 9. Tag, Fahrt nach Belgien

Sonntag, 7. Mai Weiterfahrt Richtung belgische Küste

Saint-Vaast-Dieppedalle (Normandie) - Knokke-Heist (Belgien) = ca. 365 km




Endlich hat der Regen aufgehört. Trotz des für uns ungewohnten spätabendlichen Essens haben wir gut geschlafen. Es ist wunderbar ruhig hier... ich lausche.... Vogelgezwitscher – nur Vogelgezwitscher – sonst nichts! Aus dem Küchenfenster von Henri habe ich einen Ausblick auf friedlich grasende Kühe...Herrlich!






Wir fahren relativ früh los, vorher kommt noch der Sohn des Hauses bei uns vorbei, um sich zu erkundigen, ob alles zu unserer Zufriedenheit war.
Madame steht noch an der Haustür, um uns zuzuwinken und gute Reise zu wünschen.

Wir kommen am frühen Mittag in Knokke-Heist am Campingplatz Holiday Village an... natürlich wie meistens um diese Uhrzeit ist Mittagspause, dafür steht aber die Schranke offen und es gibt eine Mobil-Nummer, die wir anrufen können. Ein netter, deutsch sprechender Herr meldet sich, wir dürfen uns einen Platz aussuchen. 

Da stehen auch einige grosse Liner, also dürfte das Einparken auch für Henri und uns kein Problem sein - ja, wir schaffen das!


Gleich anschliessend suchen wir uns ein Taxi und lassen uns an die Strandpromenade fahren, erstens muss ich mal wieder das Meer sehen und zweitens hat Monsieur Hunger und Lust auf belgisches Bier. Unser sympathischer Taxifahrer empfiehlt uns das Restaurant Rubens, beliebt bei Einheimischen und Feriengästen. 


An diesem Sonntagmittag ist das Restaurant gut besucht (wie wir später erfahren, eigentlich fast immer), trotzdem bekommen wir einen Platz mit Blick auf die Promenade


Es soll nur eine Kleinigkeit sein, da wir abends nochmal essen gehen wollen, daher für Gerhard Tatar (doch ziemlich gross!)



und für mich ein Salat mit handgeschälten Nordseekrabben



Für abends wollten wir dann etwas Neues ausprobieren... wieder vertrauen wir der Empfehlung unseres Taxifahrers. Sicherheitshalber habe ich reserviert – er setzte uns auch vor dem richtigen Lokal ab – doch leider landeten wir im falschen Lokal direkt daneben, The Beach, was nicht ganz so super war, aber auch hier treffen wir, wie überall während unserer Reise nur äusserst freundiche, zuvorkommende Menschen. 



Es ist ein aufmerksamer herzlicher Service im Beach, ein junger Mann, der uns nett berät, bedient und uns auch in den nächsten Tagen, wann immer wir dort vorbeikommen, bereits von weitem freundlich zuwinkt.