Sonntag, 18. August 2019

Ferme Auberge du Kahlenwasen - Henri und Bulli machen einen Wochenend-Ausflug ins Elsass

Ferme Auberge du Kahlenwasen, Petit-Ballon,
68140 Luttenbach près Munster

Tél. 03 89 77 32 49
      03 89 77 68 33

Ruhetag: Mittwoch
geöffnet von Ostern bis zum 1. Mai: an den Wochenenden
vom 1. Mai bis zum 3. November: täglich, ausser Mittwoch

Die Familie bietet einfache Übernachtungsmöglichkeiten mit Waschbacken und Etagen-Dusche und -WC an.




An diesem Wochenende haben Henri und sein kleiner Bruder Bulli einen Ausflug in die Vogesen unternommen. 

Das ist Bulli:




und das ist Henri mit Blick in das wunderschöne Tal:




Überhaupt - dieser Blick! Schon alleine daran könnte man sich sattsehen... wenn, ja wenn da nur nicht die wundervolle Küche der Familie Lochert wäre!




Im rustikal eingerichteten Inneren der Ferme Auberge werden all die Spezialitäten aufgetischt, die man hier zu finden hofft, und dies in einer unglaublich guten Qualität. Natürlich darf die berühmte "Repas Marcaire" nicht fehlen - die sogenannte Melkersmahlzeit, die in den Hochvogesen traditionell aufgetischt wird. Sie besteht aus Suppe, Fleischpastete, danach geräuchertes Schweinefleisch, begleitet von Roïgabrageldi und meist einem grünen Salat dazu:




Anschliessend werden noch Munster- oder Bergkäse serviert und zum krönenden Abschluss ein Dessert aus fromage blanc (weisser Käse - ähnlich wie Quark) begossen mit einem Kirschwasser.

Wichtigster Bestandteil dieser Repas Marcaire sind die Roïgabrageldi. Traditionell wurden die gekochten, in Würfel geschnittenen Kartoffeln, vermischt mit guter Bauernbutter und Zwiebelwürfel, früher vom Melker aufgesetzt, bevor er sich zu seiner Herde aufmachte. Bei seiner Rückkehr waren die mittlerweile stundenlang geschmorten Kartoffeln zart schmelzend und servierfertig. 




Auch mit grossen Linern ist die Anfahrt möglich, wobei die Route über Munster (und nicht über Colmar) wesentlich besser ausgebaut und entspannter zu fahren ist.

Auf dem grossen Parkplatz gibt es ausreichend Platz für Wohnmobile. Sollte der Parkplatz direkt an der Ferme Auberge - was vor allem an den Wochenende und bei gutem Wetter leicht der Fall sein kann - besetzt sein, einfach ca. 500 m weiter nach oben fahren. Dort gibt es einen grossen Parkplatz mit einem grandiosen Blick:





Sonntag, 14. Juli 2019

Domaine Anstotz, Balbronn

Domaine Christine und Marc Anstotz, 11 Rue des Hirondelles, Balbronn
Tel. 03 88 50 30 55

(leichte Einfahrt - auch für grosse Liner, auf nette Anfrage gibt es Wasser und evtl. auch Strom)



Heute geht es zu einem kurzen Wochenendausflug nach Balbronn. Wir brauchen Crémant und Weisswein und dazu haben wir uns die Domaine von Christine und Marc Anstotz ausgesucht, die ausschliesslich biologisch produzieren und nach Agriculture Biologique  (AB) zertifiziert sind. Ich kenne und liebe den Crémant der Familie schon länger und als ich diese Adresse nun bei France Passion entdeckt habe, fällt die Entscheidung prompt und so machen wir uns nach einem kurzen Telefonat am Vortag auf in die schöne Region in der Nähe von Molsheim. 

Schon die Anreise dorthin ist ein Genuss fürs Auge und wir erfreuen uns an der wunderschönen Landschaft des Bas Rhin.























So nahe haben wir Störche schon lange nicht mehr gesehen

































Und auch so viele Störche wie an diesem Wochenende sind uns schon lange nicht mehr begegnet. Die Störche, die lange Jahre vom Aussterben bedroht waren, haben sich das Elsass zurückerobert. Einen interessanten Artikel, dass diese Rückkehr nicht nur positiv gesehen wird, gibt es hier  zu lesen (klick).


Ab Wissembourg dauert die Fahrt gemütliche 1 1/2 Stunden, wir fahren überwiegend Landstrasse und kommen dann ganz entspannt bei Familie Anstotz an. Die Einfahrt zum Hof ist völlig unproblematisch und genügend Platz zum Wenden ist auch - seht hier:



Kleinere Wohnmobile dürfen auch gegenüber der Domaine ganz romantisch in den Weinbergen, die der Familie gehören, stehen. 

Madame Anstotz empfiehlt uns in Westhofen im Nachbarort ein einfaches, aber ausgezeichnetes Restaurant zum Mittagessen Sehr liebenswürdig von Monsieur Anstotz: Er fährt uns dorthin und holt uns dort auch wieder ab. Das sind einfach nette Gesten, die Freude machen! Merci encore une fois!

Et voilà, hier ist das Restaurant:






RESTAURANT SILVERGLOECKEL
23 Rue Birris, 67310 Westhoffen
Tél. : 03 88 50 54 52, von Donnerstag bis Sonntag mittags und abends geöffnet
Wir hatten als Entrée für Monsieur:

Strasbourger Wurst-Käsesalat



und für mich: Schnecken in wunderbarer Kräuterbutter



Zum Hauptgang geniesst Gerhard ein perfekt gebratenes Kalbsschnitzel auf Jägerart


und ich:

Winzer’ Brad’l                                                                               

Planchette de spécialités charcutières, fumées et fromages, Pickels Maison
Wobei die Qualität der Wurstwaren herausragend war, hier wird noch selbst geräuchert und das schmeckt man. Auch die Mixed Pickles sind selbstgemacht.

Abends sind wir dann der Einladung von Marc Anstotz gefolgt und haben auf dem Vorplatz des Gemeindehauses mit den Balbronnern den Vorabend des 14. Juli gefeiert. Natürlich mit Weinen von den Winzern der Region, Bratwurst und Merguez (warum müssen die immer so qualmen beim Grillen?).
Es war eine sehr schöne Kurzreise, die wir, sobald unsere reichlich eingekauften Weinvorräte ausgetrunken sind, wiederholen werden.












Samstag, 8. Juni 2019

Ligurien-Reise, Tag 10, Heimreise über Martigny

Wir haben eine angenehme Nacht auf unserem Stellplatz in Etroubles verbracht. Abends ebbt der Durchgangsverkehr ab und es ist sehr ruhig.

Wir wachen morgens früh auf und es geht gleich weiter die Passstrasse entlang Richtung Martigny. Doch davor haben wir noch eine sehr steile Abfahrt mit Gefälle von bis zu 11 % zu bewältigen. Ich muss gestehen, dass ich für die Naturschönheiten kaum ein Auge habe und froh bin, als wir endlich in Martigny ankommen. Wir haben keinen Retarder eingebaut, was sicherlich sinnvoll bei solchen Passstrassen wäre. Doch Gerhard und Henri haben das super bewältigt. Nochmals würde ich diese Strecke allerdings nicht fahren wollen.

In Martigny angekommen, steuern wir ein ganz bestimmtes Ziel an:



Die Distillerie Morand liegt nahe des Zentrums von Martigny und mindestens einmal im Jahr MUSS Gerhard dorthin um sein Lieblings-Eaux de Vie, nämlich Eaux-de-vie d'Abricotine, einzukaufen.

Der Verkaufsraum der Distillerie öffnet um 9 Uhr, wir sind bereits vor 9 Uhr angekommen, haben einen komfortablen Parkplatz direkt bei Morand und beschliessen, erstmal gegenüber im Hotel du Rhône frühstücken zu gehen.


Kurz nach 9 Uhr stehen wir bereits bei Morand im Laden und schauen uns erstmal um. Es gibt auch etwas, nämlich eine Neu-Entwicklung zu entdecken, eine Mousse d'Abricot, also ein Schaum, der köstlich im Espresso oder auf Eis schmeckt.


Als wir endlich nach einer Stunde unsere Einkäufe in Henri verstauen - nein, wir haben nichts probiert, es ist noch zu früh am morgen, geht es weiter die wunderschöne Strecke durchs Rhônetal, am Genfer See entlang über Basel Richtung Elsass. 

Gerhard verkündet mir das, was ich mir schon halb gedacht habe: Er möchte direkt durchfahren und nach Hause ohne Abstecher in die Vogesen.

Die Ferme Auberge Kahlenwasen kann warten bis zum nächsten Mal.

Und Henri muss nun erstmal in die Werkstatt, da unsere Markise kaputt ist und sich nicht mehr ausfahren lässt, was bei diesen Temperaturen nicht gerade angenehm ist.

Freitag, 7. Juni 2019

Ligurien-Reise, Tag 9, Rückreise über das Aostatal und den Grossen Sankt Bernhard Pass bzw. Tunnel

Heute morgen starten wir unsere Rückreise, die sich wesentlich angenehmer gestaltet als die Anreise nach Sanremo, da wir den Weg zur Autobahn diesmal über eine deutlich besser zu fahrende Strasse gefunden haben und nicht zu enge Wegkehren wie bei der Anreise nehmen müssen. 




Wir wollen durchs Aostatal über den Gran San Bernardo und am nächsten Tag über Martigny, Genfer See, Basel, Colmar und dort Pfingstsonntag noch einen Zwischenhalt in der Ferme Auberge Kahlenwasen einlegen, um dann Pfingstmontag wieder zu Hause einzutreffen.




Da es im Netz einige Verwirrungen über den Sankt Bernhard gibt, hier nochmals eine kurze Erklärung:

wir fahren den Gran San Bernardo/Grossen Sankt Bernhard, der vom Aostatal (Italien) (wir sind durch den Tunnel gefahren und das kostet Maut!) bis nach Martigny (Schweiz)

dann gibt es noch den Piccolo San Bernardo/Kleinen Sankt Bernhard, der führt von Pré-Saint-Didier (Nahe Courmayeur) im Aostatal (Italien) nach Bourg-Saint-Maurice (Val d'Isère, Frankreich)

sowie, um die Verwirrung komplett zu machen, noch den San Bernardino, der über die A 13 von Chur ins Tessin nach Bellinzona führt.





Doch nun zu unserer Rückfahrt: eine Zwischenübernachtung machen wir in Etrouble, von LandYachting empfohlen das Restaurant La Croix Blanche inklusive richtig schön grossem, leicht anfahrbarem Stellplatz gegenüber des Restaurants.




Wir haben Glück und dürfen bei unserer Ankunft kurz vor 14 Uhr nach aus der grossen Speisekarte wählen. Als Vorspeise die Charcuterie aus dem Dörfchen Saint Rhémy de Bosses direkt an der Passstrasse nach Etrouble gelegen an der Einfahrt zum Tunnel, wo man diese Wurstspezialitäten auch kaufen kann, 




Wie fast alle, die hier einkehren, entscheiden wir uns für das Chateaubriand, das perfekt gegrillt ist. Dazu werden knusprige Polentaschnitten, gegrillte Birnen- und Apfelscheiben und gegrilltes Gemüse serviert.




hmmm... wunderbar!





Dazu trinken wir ausnahmsweise keinen regionalen Wein, da Gerhard auf der Weinkarte einen Arneis entdeckt hat, der es dann auch sein muss.

Morgen früh geht es dann weiter Richtung Heimat.




Donnerstag, 6. Juni 2019

Liguerien-Reise, Tag 8, Abschluss


Morgen soll es auf die Rückreise gehen. Daher muss ich heute nocheinmal zum Mittagessen ins Ristorante Bagni Regina, denn dort hatte es uns am Montag sooo gut gefallen bzw. natürlich auch geschmeckt. 

Morgen wollen wir uns genügend Zeit für die Heimreise nehmen. Wir haben geplant, durch das Aosta-Tal, den Grossen Sankt-Bernhard nach Martigny zu fahren. Was wir in Martigny vorhaben, erzähle ich euch dann später ....

Doch zunächst geht es ins Bagni Regina. Wie bereits vor ein paar Tagen werden wir äusserst zuvorkommend bedient und aufs beste bekocht. 

Anschliessend geniessen wir noch ein wenig unser wunderbares Campeggio und unseren Stellplatz mit der Traumaussicht. Nochmals ein grosses Dankeschön an das Team des Campingdorfes und insbesondere an alle Damen der Rezeption. Ein herzliches Dankeschön auch an Silvia Morano, die Gästebetreuerin, die ausgezeichnet deutsch spricht und uns mehr als einmal behilflich war. Sie organisiert Ausflüge in die nähere Umgebung, u.a. nach Menton, Monaco, Nizza, was wir für diesmal nicht genutzt haben, aber wir kommen nächstes Jahr wieder, soviel ist gewiss!





Mittwoch, 5. Juni 2019

Ligurien-Reise, Tag 7, auf Weinsuche

Heute erkunden wir die Umgebung um Sanremo. Wir fahren zunächst die Küste entlang nach Westen durch Bordighera und Vallecroisia bis nach Ventimiglia.


Bordighera


Von dort aus ist es nicht mehr weit bis nach Monaco, doch das heben wir uns für ein anderes Mal auf, wenn wir wieder nach Sanremo kommen. Für dieses Mal wollen wir nur die nähere Umgebung erkunden und dann das schöne Wetter auf unserem Platz geniessen.

 



Oberhalb von Bordighera soll es ein Bioweingut geben, das schauen wir uns an. Doch trotz mehrmaligen Neuprogrammierens des Navi (und abenteuerlicher Fahrten ohne Wendemöglichkeit) gelingt es uns nicht, das Weingut zu finden.
Wir fahren zurück nach Sanremo, essen dort eine Kleinigkeit zu Mittag und schauen nach einer Vinothek. Ja, die gibt es schon, doch leider keine Parkmöglichkeit in der Nähe. Irgendwie ist das heute nicht unser Tag für Weineinkäufe. Aber ein bisschen was brauchen wir noch für unser abendliches Glas am Platz, also fahren wir in den Supermarkt, der ganz in der Nähe unseres Campingplatzes liegt und finden dort ein akzeptables Weinangebot.

Am Abend essen wir noch etwas von der auf dem Markt gekauften Melone mit Parmaschinken. Morgen wollen wir zum Abschluss nochmals ins Bagni Regina nach Ospedaletti, denn dort muss ich ja unbedingt wieder hin.

Dienstag, 4. Juni 2019

Ligurien-Reise, Tag 6, Sanremo

Heute wird uns ein Mietwagen, den wir am Vortag gebucht haben, pünktlich direkt auf den Campingplatz gebracht.

Wir fahren nach Sanremo, denn dort ist heute Markttag. Dieser findet immer Dienstag und Samstag von 8 bis 13 Uhr statt. Ein Wahnsinn, einen solchen Rummel und sooo viele Vespa, Motorräder und - Roller auf einem Haufen haben wir schon ewig nicht mehr gesehen. Wir finden einen halbwegs akzeptablen Parkplatz und flüchten uns in die Markthalle von Sanremo. Ein wunderbares Ambiente - ich liebe Markthallen! Und hier drinnen ist es wesentlich ruhiger.







Wir kaufen ein und sind erleichtert, als wir mit unserer Beute wieder im Auto sitzen. Einen solchen Rummel sind wir Landeier nicht mehr gewöhnt. Wir kehren ins ruhige Villaggio dei Fiori zurück und bereiten uns köstliche Antipasti zu: