Mittwoch, 11. September 2019

Arcachon, Tag 5

Schon wieder herrlich strahlendes Sonnenschein-Wetter! Das macht richtig Freude. Wir beschliessen den Tag mit einem schönen Frühstück in der Boulangerie, die wir schon an unserem ersten Tag in Arcachon entdeckt haben, zu starten.




Anschliessend spazieren wir zur schräg gegenüber liegenden Poisonnerie d'Aiguillon. 



Ich bin beeindruckt von der grossartigen Auswahl, der Qualität und natürlich der Frische der angebotenen Fische, Krustentiere und Muscheln. 



Hach, sehnsüchtig schaue ich die Austern an - leider bin ich dagegen allergisch. 


So entschliessen wir uns für eine andere Köstlichkeit und kaufen fürs Abendessen ein paar Sardinen zum Grillen ein.



Wenn wir mit Henri unterwegs sind, sind die Aufgaben bei uns ganz klar verteilt: Grillen ist bei uns meine Aufgabe (und ich liebe unseren kleinen Lotus-Grill), die anschliessende Grillreinigung wird dann vorbildlich von Gerhard erledigt.





Dienstag, 10. September 2019

Reise an die Südwest-französische Atlantikküste, Tag 4, Arcachon

Wir erkunden ein wenig unseren sehr ruhig und idyllisch gelegenen Platz, schauen uns den Pool-Bereich an (leider erst ab 10 Uhr geöffnet und somit keine Option für eine Frühschwimmerin wie mich. Um mich zu dieser Problematik mit dem Pool-Boy anzufreunden, gab es leider keine Gelegenheit ;-)) und besprechen mit den äusserst freundlichen Damen und dem Herrn an der Rezeption, dass wir bis Samstag oder Sonntag bleiben möchten. 


Anschliessend lassen wir uns mit dem Taxi ins Zentrum von Arcachon bringen, weil wir uns einen Mietwagen für heute reserviert haben. Es ist nicht besonders praktisch, mit einem solch grossen Teil wie Henri durch die Gegend zu fahren - für Sightseeing eignet er sich nun leider wirklich nicht.



Wir nehmen unseren kleinen Mietwagen an der Station in Arcachon in Empfang und fahren ein wenig durch die Umgebung, vor allem erkunden wir das Zentrum von Arcachon. Dabei entdecken wir eine Biobäckerei mit grandiosem Angebot, in der man auch frühstücken kann - das nehmen wir uns dann für den nächsten Morgen vor.

Heute Mittag essen wir im Restaurant Wine Not in Arcachon, in Hafennähe am Boulevard de Mestrézat gelegen.



Zur Einstimmung etwas vom luftgetrockneten Schinken für Monsieur



und Salat mit Lachs und Crevettes für Madame


Direkt gegenüber liegt übrigens die Poisonnerie de l'Aiguillon, bei der auch das Restaurant Wine Not die tagesfrischen Fische und Krustentiere bezieht.

Für Gerhard geht es weiter mit Kalbskotelette und Steinpilzen




und für mich mit einer Fischplatte, die mir ausgezeichnet geschmeckt hat. 



Spätestens zu diesem Zeitpunkt beschliesse ich, die Fischwochen einzuläuten. Mal sehen, was es morgen Köstliches aus dem Meer geben wird.




Montag, 9. September 2019

Reise an die Südwest-französische Atlantikküste nach Arcachon, Tag 3, Anreise letzte Etappe





Heute geht es endlich Richtung Meer. Ich bin ganz aufgeregt, weil ich es kaum erwarten kann, endlich die Füsse in den Sand zu graben und das Meer zu riechen und natürlich auch zu sehen.

Doch zunächst einmal liegen noch 291 Kilometer zwischen uns und unserer letzten Etappe, der zauberhaft gelegenen Moulin de Lachaud und Arcachon.

Und davor liegen nicht bedienbare Fensteröffner und die Autobahn mit vielen unzähligen Péages-Stellen. Heute wollen wir uns das nicht antun und rufen bei Morelo an, da die Recherche von Gerhard im Handbuch keine brauchbaren Hilfestellungen bot. Erst der freundliche Herr vom Morelo Notdienst wies uns die (versteckte) Stelle, wo wir die entsprechende Sicherung austauschen konnten.

Juchhuuuu! Freie Fahrt!

Wir starten dann mal...  und kommen mit kleineren Pausen inbegriffen am frühen Nachmittag an. Unser vorgebuchter Platz ist einfach anfahrbar, hat Strom und direkten Frischwasseranschluss, Halbschatten (seeehr wichtig bei diesen Temperaturen) und liegt sehr schön in die Natur eingebunden.

Wir stellen Henri ab, schliessen ihn an den Strom an und machen uns sofort auf ins Zentrum von Arcachon, weil wir einen ersten Blick aufs Meer werfen wollen.


Voilà - le Bassin d'Arcachon!

Arcachon liegt in Nouvelle-Aquitaine im Département Gironde. Der Platz liegt in einem grosszügigen Pinien-Kiefern-Wald-Gelände und bietet sowohl schattige, als auch sehr sonnige Plätze an. 

Achtung: Grosse Liner unbedingt vorab reservieren, es gibt nur zwei Plätze für 
grössere Wohnmobile, diese dann aber mit Strom und direktem Frischwasser-Anschluss.

Wir sind hier im Camping Club Arcachon gelandet, 4 Sterne, sehr sauber und gepflegt, mit Pool. Über die sanitären Einrichtungen kann ich nichts sagen - wir duschen "bei uns zu Hause" ;-) und nehmen dafür in Kauf, häufiger zur Entsorgung fahren zu müssen.

Den von Landyachting empfohlenen Platz Camping Panorama du Pyla sicherlich schöner und komfortabler als unserer) haben wir uns zwar angeschaut, uns aber doch entschieden, den näher am Zentrum gelegenen Platz direkt in Arcachon zu wählen (fussläufig bzw. mit dem Rad ins Zentrum: 1,7 km). 




Sonntag, 8. September 2019

Anreise Etappe 2 nach Arcachon


Heute kommen wir bei unserem zweiten Etappenziel unserer Reise an die Atlantikküste an, wieder bei France Passion entdeckt, die Moulin de Lachaud.


Le Domaine du Moulin de Lachaud
Moulin de Lachaud
19490 SAINTE-FORTUNADE
Tél. 05 44 40 66 19 // Port. 06 87 26 65 14
Coordonnées GPS :
Latitude : 45° 11′ 47″ N – Longitude : 1° 44′ 8″ E

Accès par A20 et A89,

Die Anfahrt ist einfach,doch teilweise steil, teilweise etwas eng, aber auch für grosse Liner gut machbar.

Dafür war die Etappe dorthin mit ein paar "kleinen" Schwierigkeiten behaftet: Wie wir bei unserem gestrigen Etappenziel feststellten, waren unsere elektrischen Fensterheber defekt und wir dachten uns noch, dass dies nicht weiter schlimm sei. Spätestens bei unserem ersten Halt an der Mautstelle wurden wir eines besseren belehrt ;-)
"Hilfe, wo ist die gute alte Kurbel?" Also, Gerhard hielt vor jeder Mautstelle, ich liess die Treppe herunter, stieg aus, sauste nach vorne, zog je nach Anforderung ein Ticket oder zahlte unsere péage, dann sauste ich durch die sich nun öffnende Schranke und Gerhard und Henri fuhren durch. Hinter der Schranke hielt er wieder an und ich durfte einsteigen. Ich fürchte, alle hinter uns fahrenden Fahrzeuge war nicht begeistert über diese Aktion....

Sainte Fortunade liegt im Département Corrèze in der Region Nouvelle Aquitaine. Nicht weit davon entfernt liegt das hübsche kleine Städtchen Tulle.
Uns erwarten wunderbare Ruhe, ein grosser, ebener Stellplatz mit Strom (Wasserversorgung gibt es extra am Haus)

und herzliche zuvorkommende Gastgeber. Das Restaurant ist das ganze Jahr über geöffnet, allerdings sollte man vorab reservieren. Die Küche ist einfach ländlich und gut, das Brot ist selbstgebacken und in Bio-Qualität.




Es wird Wert auf eine bodenständige Küche gelegt, in der alles selbst und frisch gekocht ist. Herrliche Bratkartoffeln zu einem Kalbssteak mit Steinpilzen, ein guter Wein und wir sinken zufrieden in unsere Betten. 

Ich bin ein wenig aufgeregt, denn morgen soll es endlich ans Meer gehen.





Samstag, 7. September 2019

Start unserer Reise an die südwestfranzösische Atlantikküste 1. Etappe Anreise


Neben den vielen kürzeren Touren, die wir in der Saison zwischen 1. April und 31. Oktober unternehmen (im Winter fahren wir nicht!), sind auch zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer etwas grössere Touren geplant. 

Um 8:00 h geht es los! Unser Reiseziel ist Arcachon an der südwest-französischen Atlantikküste, ca. 1 Stunde von Bordeaux entfernt.

Wie immer nehmen wir uns genügend Zeit für An- und Abreise und jede Etappe sollte nicht länger als 450 km sein. Die heutige Etappe ist ein klitzekleines bisschen länger, nämlich 475 km, die wir mit kleineren Pausen in ca. 6 Stunden bewältigen. 

1. Etappe:

Der Morvan ist ein Granitmassiv in der Region Burgund im östlichen Frankreich. In dieser Region haben uns Freunde einen guten Stellplatz sowie das dazugehörige Restaurant empfohlen.

Wir kommen am frühen Nachmittag bei der France Passion Etappe Auberge de l'Atre in Quarré les Tombes an und werden bei strömendem Regen vom mit Regenschirm heran eilenden Patron Francis empfangen. Diese überwältigende Herzlichkeit und Gastfreundschaft hat uns sehr beeindruckt. 



Er weist uns einen sehr schönen geschützten Platz nicht weit vom Eingang zur Auberge zu. Auf nette Anfrage gibt es auch Strom, was wir gerne nutzen.



Da es noch zu früh für das Abendessen ist, serviert er uns erstmal Mandel-Tuiles mit Crémant de Bourgogne und einen Blick auf Speise- und Weinkarte dürfen wir auch schon werfen. 




Wobei dies eigentlich nicht nur eine Weinkarte, sondern eher eine Weinbibel ist, die Francis in über 30 Jahren zusammen getragen hat.



Später zum Abendessen werden wir dann verwöhnt mit Köstlichkeiten aus der regionalen Küche, bei der sich seine Leidenschaft für Waldpilze zeigt.


Flan und Schwänze vom Flusskrebs, Sauce mit Corail




Scheiben von Kalbsnieren mit Waldpilzen, diesmal Steinpilzen, Totentrompeten und Champignons

bzw. für mich 



Seezungenfilet mit Petersilienpüree

Nach der langen Anreise gehen wir früh schlafen, haben uns allerdings für nächsten Morgen zum Frühstück angemeldet.

Herrlich! Francis in Pyjama und Bademantel (auf ein Foto habe ich aus Gründen der Diskretion verzichtet) serviert uns mit Unterstützung seiner (perfekt gekleideten) Ehefrau ein einfaches ländliches französisches Frühstück.



Wir verabschieden uns von Francis und Odile und starten in unsere weitere Tages-Etappe bei zunächst ziemlich nebligem Wetter. Bei der Abreise stellen wir fest, dass sich unsere elektrischen Fensteröffner nicht mehr betätigen lassen. "Ach, nicht so schlimm denken wir uns, die brauchen wir ohnehin nicht so oft" Das war ein ziemlicher Irrtum, wie sich später herausstellen wird.... 



Gerne hätten wir noch das in der Nähe gelegene Vézelay besucht, um uns die Basilika Sainte-Marie-Madeleine anzuschauen, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen, doch das miserable Wetter hielt uns davon ab und wir nehmen uns einen Besuch dort für unseren nächsten Burgund-Aufenthalt vor.


Quelle: France Voyage

Unsere Freunde waren bei besserem Wetter vor uns dort, danke für die gelungenen Fotos:




Quelle: Andrea und Michael













Sonntag, 18. August 2019

Ferme Auberge du Kahlenwasen - Henri und Bulli machen einen Wochenend-Ausflug ins Elsass

Ferme Auberge du Kahlenwasen, Petit-Ballon,
68140 Luttenbach près Munster

Tél. 03 89 77 32 49
      03 89 77 68 33

Ruhetag: Mittwoch
geöffnet von Ostern bis zum 1. Mai: an den Wochenenden
vom 1. Mai bis zum 3. November: täglich, ausser Mittwoch

Die Familie bietet einfache Übernachtungsmöglichkeiten mit Waschbacken und Etagen-Dusche und -WC an.




An diesem Wochenende haben Henri und sein kleiner Bruder Bulli einen Ausflug in die Vogesen unternommen. 

Das ist Bulli:




und das ist Henri mit Blick in das wunderschöne Tal:




Überhaupt - dieser Blick! Schon alleine daran könnte man sich sattsehen... wenn, ja wenn da nur nicht die wundervolle Küche der Familie Lochert wäre!




Im rustikal eingerichteten Inneren der Ferme Auberge werden all die Spezialitäten aufgetischt, die man hier zu finden hofft, und dies in einer unglaublich guten Qualität. Natürlich darf die berühmte "Repas Marcaire" nicht fehlen - die sogenannte Melkersmahlzeit, die in den Hochvogesen traditionell aufgetischt wird. Sie besteht aus Suppe, Fleischpastete, danach geräuchertes Schweinefleisch, begleitet von Roïgabrageldi und meist einem grünen Salat dazu:




Anschliessend werden noch Munster- oder Bergkäse serviert und zum krönenden Abschluss ein Dessert aus fromage blanc (weisser Käse - ähnlich wie Quark) begossen mit einem Kirschwasser.

Wichtigster Bestandteil dieser Repas Marcaire sind die Roïgabrageldi. Traditionell wurden die gekochten, in Würfel geschnittenen Kartoffeln, vermischt mit guter Bauernbutter und Zwiebelwürfel, früher vom Melker aufgesetzt, bevor er sich zu seiner Herde aufmachte. Bei seiner Rückkehr waren die mittlerweile stundenlang geschmorten Kartoffeln zart schmelzend und servierfertig. 




Auch mit grossen Linern ist die Anfahrt möglich, wobei die Route über Munster (und nicht über Colmar) wesentlich besser ausgebaut und entspannter zu fahren ist.

Auf dem grossen Parkplatz gibt es ausreichend Platz für Wohnmobile. Sollte der Parkplatz direkt an der Ferme Auberge - was vor allem an den Wochenende und bei gutem Wetter leicht der Fall sein kann - besetzt sein, einfach ca. 500 m weiter nach oben fahren. Dort gibt es einen grossen Parkplatz mit einem grandiosen Blick:





Sonntag, 14. Juli 2019

Domaine Anstotz, Balbronn

Domaine Christine und Marc Anstotz, 11 Rue des Hirondelles, Balbronn
Tel. 03 88 50 30 55

(leichte Einfahrt - auch für grosse Liner, auf nette Anfrage gibt es Wasser und evtl. auch Strom)



Heute geht es zu einem kurzen Wochenendausflug nach Balbronn. Wir brauchen Crémant und Weisswein und dazu haben wir uns die Domaine von Christine und Marc Anstotz ausgesucht, die ausschliesslich biologisch produzieren und nach Agriculture Biologique  (AB) zertifiziert sind. Ich kenne und liebe den Crémant der Familie schon länger und als ich diese Adresse nun bei France Passion entdeckt habe, fällt die Entscheidung prompt und so machen wir uns nach einem kurzen Telefonat am Vortag auf in die schöne Region in der Nähe von Molsheim. 

Schon die Anreise dorthin ist ein Genuss fürs Auge und wir erfreuen uns an der wunderschönen Landschaft des Bas Rhin.























So nahe haben wir Störche schon lange nicht mehr gesehen

































Und auch so viele Störche wie an diesem Wochenende sind uns schon lange nicht mehr begegnet. Die Störche, die lange Jahre vom Aussterben bedroht waren, haben sich das Elsass zurückerobert. Einen interessanten Artikel, dass diese Rückkehr nicht nur positiv gesehen wird, gibt es hier  zu lesen (klick).


Ab Wissembourg dauert die Fahrt gemütliche 1 1/2 Stunden, wir fahren überwiegend Landstrasse und kommen dann ganz entspannt bei Familie Anstotz an. Die Einfahrt zum Hof ist völlig unproblematisch und genügend Platz zum Wenden ist auch - seht hier:



Kleinere Wohnmobile dürfen auch gegenüber der Domaine ganz romantisch in den Weinbergen, die der Familie gehören, stehen. 

Madame Anstotz empfiehlt uns in Westhofen im Nachbarort ein einfaches, aber ausgezeichnetes Restaurant zum Mittagessen Sehr liebenswürdig von Monsieur Anstotz: Er fährt uns dorthin und holt uns dort auch wieder ab. Das sind einfach nette Gesten, die Freude machen! Merci encore une fois!

Et voilà, hier ist das Restaurant:






RESTAURANT SILVERGLOECKEL
23 Rue Birris, 67310 Westhoffen
Tél. : 03 88 50 54 52, von Donnerstag bis Sonntag mittags und abends geöffnet
Wir hatten als Entrée für Monsieur:

Strasbourger Wurst-Käsesalat



und für mich: Schnecken in wunderbarer Kräuterbutter



Zum Hauptgang geniesst Gerhard ein perfekt gebratenes Kalbsschnitzel auf Jägerart


und ich:

Winzer’ Brad’l                                                                               

Planchette de spécialités charcutières, fumées et fromages, Pickels Maison
Wobei die Qualität der Wurstwaren herausragend war, hier wird noch selbst geräuchert und das schmeckt man. Auch die Mixed Pickles sind selbstgemacht.

Abends sind wir dann der Einladung von Marc Anstotz gefolgt und haben auf dem Vorplatz des Gemeindehauses mit den Balbronnern den Vorabend des 14. Juli gefeiert. Natürlich mit Weinen von den Winzern der Region, Bratwurst und Merguez (warum müssen die immer so qualmen beim Grillen?).
Es war eine sehr schöne Kurzreise, die wir, sobald unsere reichlich eingekauften Weinvorräte ausgetrunken sind, wiederholen werden.