Sonntag, 9. September 2018

Champagne, Loire-Tal, Atlantik-Küste, Tag 4

Nachdem wir gestern auf unserer Reise in der Nähe von Saint Nazaire in -Saint-Brevin-les-Pins gelandet sind, schauen wir uns heute die Gegend etwas genauer an. 

Saint-Brevin-Les-Pins liegt an der Côte de Jade, an der Jade-Küste im südlichsten Zipfel der Bretagne, weniger als eine Stunde von Nantes entfernt. Die Verbindung mit der nahegelegenen bekannten Hafenstadt Saint-Nazaire erfolgt über diese berühmte Brücke, die über die Loire führt. Sie war damals die Schrägseilbrücke mit der grössten Stützweite. Auch heute noch bietet sie einen imponierenden Eindruck.

Hier ein Blick von unserer Rückfahrt aus dem Wohnmobil, bei leicht regnerischem Wetter

und hier von der Brücke aus eine Ansicht auf die Loire:





Doch nun geht es erstmal los mit geniessen:

Es ist Sonntag und in Saint Brevin ist Markttag.













Das ist genau das Richtige für uns. Wir bummeln über den Markt, kaufen hier und da etwas und fahren dann anschliessend weiter in die hübsche kleine, aber doch ziemlich touristische kleine Hafenstadt, nach Pornic. 






Direkt in zweiter Reihe hinter dem Hafen liegt ein Restaurant, die Poissonnerie à la Mole.




Wir geniessen gegrillte bretonische Sardinen mit einem Kräuteröl



und für Monsieur ein Emincé de Boeuf mit Zwiebeln




für mich ein Thunfisch mit Sauce Vierge fruité





Ein herrliches Erlebnis mit freundlich aufmerksamem Service und einer wundervoll leichten Küche. Wir kommen gerne wieder! Ich empfehle unbedingt eine rechtzeitige Reservierung!

Samstag, 8. September 2018

Reise Champagne, Loiretal - Atlantikküste Tag 2 und 3 (noch Anreise und schon Ankunft)

Reise Champagne, Loiretal - Atlantikküste Tag 2 und 3 (noch Anreise)

So wie uns gestern Abend die Tauben sanft in den Schlaf gegurrt haben, werden wir heute morgen beim Aufwachen wieder durch sanftes Gurren begrüsst.

Heute soll es zunächst einmal zu unseren Freunden ins ca. 50 km entfernte Celle-sur-Ource gehen, weil wir dringend unsere Champagnervorräte aufstocken müssen. 

Anschliessend fahren wir Richtung Loiretal und übernachten bei einem Winzer in Onzain in der Tourraine, den wir durch France Passion gefunden haben. 

Dort verkosten wir die Spezialitäten, die wir am Vortag bei Familie Lefebvre einkauft haben und backen uns noch ein Stück Baguette, dass uns Madame auf den Weg gegeben hatte, knusprig auf.





Abends beschliessen wir dann eine kleine Planänderung: Ursprünglich wollten wir von dort über Nantes Richtung Meer und evtl. in die Nähe von Saint Nazaire fahren, das sind noch ca. 325 km, bis nach Bordeaux wäre es gerade mal etwas über 150 km mehr und dort waren wir beide noch nicht, das wäre doch auch eine Idee - also, auf nach Bordeaux!

Nachdem wir schon ein ganzes Stück südwärts auf der Autobahn getuckert sind, sprechen wir über die Route für unsere Rückreise - wir wären gerne am Genfer See über die Schweiz nach Hause, doch dann fällt uns ein, dass wir für Henri bei Einreise in die Schweiz keine Vignette benötigen, sondern für Fahrzeuge über 3,5 t ist eine Schwerverkehrsabgabe zu entrichten am Schweizer Zollübergang. Doch leider wurde unsere Zulassung bei der Inspektion kurz vor Reiseantritt in der Werkstatt vergessen und ohne Zulassung durch die Schweiz zu fahren, erschien uns nicht ratsam.

Da kommt uns doch gerade ein Autobahnhinweisschild als Wink des Schicksalls entgegen. Nantes!!! Also, schon wieder Planänderung: Wir biegen beim nächsten Autobahnhinweis-Schild Richtung Nantes ab und fahren nun ohne Umwege und Planänderungen Richtung Meer. Den kleinen Umweg in südliche Richtung vergessen wir mal wieder schnell. 

Wir landen in Saint-Brévin-les-Pins, ein wunderbarer Ort, ganz so, wie wir es uns vorgestellt haben. Ruhig, beschaulich und ein Ort mit Charme, genau wie für uns gemacht! Nachdem uns ein Platz von France Passion nicht zugesagt hat, Näheres werde ich hier nicht ausführen und diesen Stellplatz auch nicht empfehlen,haben wir uns ganz entgegen unserer sonstigen Vorlieben für einen Campingplatz entschieden, doch der hat es in sich und ich kann ihn nur wärmstens empfehlen: https://www.camping-le-fief.com/campingplatz/
Ein Platz, der nur ca. 800 m vom Strand entfernt liegt und sämtlichen Komfort bietet inklusive wirklich grosszügiger Plätze, die sich wunderbar einfach anfahren lassen. Ein sympathisches, hilfsbereites Team: allen voran Michel von der Geschäftsleitung und Camille von der Rezeption waren freundlich, herzlich und hilfsbereit. Wir haben von Camille verschiedene freie Platznummern genannt bekommen, unter denen suchen wir uns Platz Nr. 321 aus, den wir auch immer wieder buchen würden.

 Ich habe mir für heute Abend Essen am Strand mit den Füssen im Wasser -avec les pieds dans l'eau - gewünscht, Camille empfiehlt Saint Nazaire  und organisiert auch gleich ein Taxi für uns. 

Hier ein paar Impressionen von Saint Nazaire:







Dorthin lassen wir uns dann auch am Abend von Jean-Francois, unserem sympathischen Taxi-Fahrer bringen. Wir essen in einer einfachen Crêperie mit Blick aufs Meer Galettes mit Schinken Ei und Käse, trinken Cidre und fühlen uns angekommen.







Donnerstag, 6. September 2018

Reise Champagne - Loire-Tal, Atlantikküste Tag 1 Anreise

Heute ist der erste Tag unserer Reise, die bei unseren Freunden in der Champagne starten sollte, dann durchs Loire-Tal und evtl. bis zur Atlantik-Küste war geplant.

Unsere Freunde in der Champagne sind immer noch bei der Weinlese - wesentlich länger als geplant und ein kleiner Familienbetrieb gerät da schnell an seine Grenzen. Wir beschliessen eine kleine Programmänderung und starten zwar auch in der Champagne, doch nicht bei einem Winzer, sondern auf einem Geflügelhof, den ich bei France Passion entdeckt habe. Morgen früh wollen wir dann kurz bei unseren Freunden vorbeifahren, ein wenig Champagner mitnehmen und weiter ins Loire-Tal fahren.

Doch zunächst einmal sind wir bei Familie Lefebvre in Onjon.

Beide sind von einer beeindruckenden und überwältigenden Herzlichkeit und Aufmerksamkeit. Schon bei der Ankunft kommt uns Monsieur Lefebvre entgegen, zeigt uns unseren Stellplatz und kommt auch schon gleich mit dem vorher angefragten Kabel für Strom an.




Ebenso von uns vorbestellt ist, wie auf der Homepage von France Passion angekündigt, ein gegrilltes Hähnchen - natürlich vom hofeigenen Geflügel. Doch zuvor gehen wir in dem kleinen Hofladen einkaufen, da gibt es viele Köstlichkeiten aus eigener Produktion, unser absoluter Favorit ist eine luftgetrocknete Taubenwurst auf Salami-Art - sehr schön würzig, da muss etwas mit nach Hause - genauso wie ein Glas vom Tauben-Rillette. Hier schon mal ein Eindruck unserer "Versucherle"




Am Abend wird dann das von Madame Lefebvre zubereitete köstliche Brathuhn zu unserem Wohnmobil gebracht, Service auf höchstem Niveau. Natürlich ist das Federvieh viel zu gross, in den nächsten Tagen wird es Geflügelsalat - und - Ragout geben.

Zwischendurch bringt man uns noch ein paar frisch gepflückte Kirsch- und Birnentomaten vorbei mit dem Versprechen, dass nachher noch etwas vom selbstgebackenen Apfelkuchen vorbeikommt, doch der muss erst abkühlen (wer Gerhard kennt, weiss nun, dass er spätestens zu diesem Zeitpunkt restlos begeistert ist! Als er dann den lauwarmen Kuchen essen darf, ist es vollends um ihn geschehen!)

Wir haben eine unglaubliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft erlebt und kommen sicherlich gerne zurück! 
Un grand grand MERCI à vous, Madame et Monsieur Lefebvre. On revient!




Montag, 6. August 2018

Franz Keller im Schwarzen Adler in Oberbergen, Tag 4 unserer Reise ins Markgräfler Land

Heute ist mein Geburtstag und der fällt ausgerechnet dieses Jahr auf einen Montag. Das ist für kulinarische Entdeckungsreisen nicht gerade geeignet, da die meisten Restaurants montags geschlossen haben. Glücklicherweise gibt es da:

Franz Keller, Schwarzer Adler, Oberbergen

Badbergstrasse 23 (Stammhaus)
Badbergstrasse 44 (Weingut)
D-79235 Vogtsburg-Oberbergen
Kaiserstuhl Baden
Tel.: 0 049 (0) 7662 93 30-0

Es handelt sich hier um eine feine, klassische badisch-französische Küche, irgendwie fühlen wir uns wie im Elsass, dazu trägt auch sicherlich bei, dass ein grosser Teil der im Service beschäftigten Mitarbeiter Franzosen sind und mit diesem herrlich französischen Akzent sprechen.

Einen ausführlichen Bericht mit Fotos gibt es in meinem Elsass Blog zu sehen - bitte hier (klick) entlang.

Sonntag, 5. August 2018

Douce Steiner, Restaurant Hirschen, Sulzburg, Tag 3 unserer Reise ins Markgräfler Land

Heute war ein von mir mit grosser Spannung erwarteter Tag. Schon länger wollten wir in Sulzburg im Restaurant Hirschen der 2-Sterne Köchin Douce Steiner essen. Ein grossartiges Erlebnis, das unsere sicherlich auch sehr hohen Erwartungen voll erfüllte. 

Einen ausführlichen Bericht mit Fotos unseres genüsslichen Mittagsmahles gibt es hier: bitte hier (klick) entlang.

Samstag, 4. August 2018

Tour ins Markgräflerland: Berggasthof Schlüssel Zell-Pfaffenberg, 2. Tag

Wir haben wunderbar geschlafen, haben einige frühmorgendliche Schwimmrunden im Badeteich absolviert - wir beide ganz alleine - herrlich! 




Niemand ausser uns im Wasser. Aber wer geht denn auch schon morgens vor 6 Uhr schwimmen? 
(Am Vorabend hatte mir Herr Grommek noch verraten, dass er morgens um spätestens 7 Uhr mit den Reinigungsarbeiten für seinen Teich beginnt, bis dahin darf ich schwimmen, was ich dann auch ausgiebig tue)


Doch die Erfrischung hält nicht allzu lange vor.... Es ist heiss! Extrem heiss! Wir schaffen uns mal am besten in die Berge. Nun ja, halt in die höheren Regionen des Schwarzwaldes. 


Anfahrt mit Blick aufs Münstertal
Und der Berggasthof Schlüssel liegt auf 700 m Höhe, da kann man sich schon mal ein bisschen kühlenden Wind um die Nase wehen lassen. Achtung, Anfahrt für grössere Mobile nicht geeignet, am Pfaffenberg geht es ziemlich eng zu - ich würde da höchstens mit einem Bulli hochfahren wollen 😁



Der Gasthof mit über 100-jähriger Tradition wird seit 2 Jahren von dem jungen Paar Sunny Städter und Jakob Brasch geführt.




Von der Terrasse aus haben wir diesen wundervollen Ausblick - da schmeckt das, was Jakob Brasch aus seiner Küche zaubert gleich nochmal so gut.



Freitag, 3. August 2018

Tour ins Markgräfler Land, 1. Tag

Heute starten wir mit unserer Tour durchs Markgräfler Land. Warum wir uns diese Region, die als eine der wärmsten Regionen in Deutschland gilt, ausgerechnet an einem der wärmsten Wochenenden diesen Jahres ausgesucht haben? Nun ja, ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, die kulinarischen Erlebnis- und Genussplätze (Douce Steiner und Franz Keller - Berichte folgen noch) waren auch schon reserviert und wir somit auch nicht mehr durch angekündigte Temperaturen von über 35 Grad abzuschrecken.

Wir starten zunächst einmal sehr früh mit unserem traditionellen Lieblings-Reisebeginn-Frühstück in der Moulin de la Walk in Wissembourg, das von den Eltern des jetzigen Inhabers Eric Schmidt, Yvette und Roger, liebevoll zubereitet und serviert wird. Morgens um 7 ist die Welt halt noch in Ordnung und angenehm kühl ist es auch noch.




Es ist herrlich, bei einem feinen Frühstück hier zu sitzen und durch die grossen Scheiben einen Blick auf unseren Henri zu werfen – wir sind froh, dass es nun losgeht. 

Um die A 5 zu meiden, fahren wir durch das Elsass Wissembourg – Strasbourg, Colmar bzw. dann bei Breisach über den Rhein Richtung Bad Krotzingen. Ab da immer der Richtung Staufen folgen und in Staufen ist dann auch schon Sulzburg ausgeschildert. Wir haben für diese Strecke inkl. einer kleinen Pause etwas über 3 Stunden ab Wissembourg gebraucht.

Wir sind mal wieder einer Empfehlung von LandYachting gefolgt. Gerti und Jörg führen diesen Platz sogar unter ihren "Excellent Places" auf, für uns ein Grund, deren Empfehlung vertrauensvoll zu folgen. Wir haben rechtzeitig vor Anreise reserviert, denn im August ist Hauptreisezeit und da sollte man nicht immer auf freie Kapazitäten hoffen. Ich bin da lieber auf der sicheren Seite und reserviere vorab.

Alle wichtigen Details über Camping Sulzbachtal der Familie Grommek (klick hier) könnt ihr bei LandYachting nachlesen (klick hier).

Der Platz hat bei diesen Temperaturen einen riiiiesigen Vorteil: Es gibt einen herrlichen Naturbadeteich! Und wir dürfen unseren Henri direkt an diesem Abkühl- und Schwimm-Eldorado abstellen.




Die Einfahrt ist auch für grosse Liner leicht, es ist genügend Platz vorhanden. Auch für Ver- und Entsorgung steht alles perfekt und leicht anfahrbar zur Verfügung.

Der grosse, sehr gepflegte Platz wird von Familie Grommek geführt. Beide sind hilfsbereit und ständig persönlich ansprechbar bei Fragen oder Problemen. Man kann wunderbar auf der Terrasse sitzen mit Blick auf den Naturteich und sehr feine kleinere badische Spezialitäten zu sich nehmen wie z.B. der von Herrn Grommek zubereitete Wurst-Käse-Salat oder Flammkuchen in verschiedenen Variationen, die von einer kleinen Manufaktur im Münstertal vorbereitet und dann in der Küche vom Camping Sulzbachtal fertig gestellt werden. An unserem Anreisetag wurde Freitagabend gegrillt - sehr gute, würzige Bratwürste und perfekt gegrilltes Rumpsteak, einfach grüner Salat und Tomaten dazu, ein Glas schön gekühlter Gutedel aus der Region und wir sind äusserst zufrieden.

Wie so oft auf unseren Reisen stellen wir Henri gerne ab und mieten uns für die Tage unseres Aufenthaltes in einer Region einen Wagen. Diesmal hat das besonders gut und in der Abwicklung unkompliziert funktioniert. Leihwagen gibt es überall, aber dieser Service war einfach perfekt und daher mache ich ausnahmsweise einmal hier Werbung. Damit mir aber keine Missverständnisse aufkommen: Wir haben unseren Mietwagen SELBST und KOMPLETT aus eigener Tasche bezahlt.

Das Autohaus Schmolck (nach Frau La Rosa fragen, sie hat uns sehr gut beraten), vermietet Fahrzeuge in bester Qualität zu fairen Preisen und liefert diese kostenlos am Camping in Sulzburg ab und dort wird das Fahrzeug am Rückgabetag auch wieder abgeholt. Die Abwicklung wird vorab geregelt und an unserem Anreisetag wartete der Mietwagen bereits auf uns, wir müssen lediglich noch eine Unterschrift leisten und dann kann es losgehen. 

https://www.schmolck.de/autovermietung/

Wir machen uns gleich auf zur Erkundung der Region.